Äkäslompolo ist ein altes, abgelegenes lappländisches Dorf, dessen Einwohner ihren Lebensunterhalt lange Zeit mit Viehzucht und Landwirtschaft und natürlich auch mit Forstwirtschaft in den umliegenden Wäldern verdienten. Der Tourismus entwickelte sich im Grunde genommen erst ab den 60er Jahren zu einem Gewerbe.

Auf dem heutigen Gelände von Ylläshumina verweilten Urlauber jedoch bereits viel früher. Im Jahr 1945, nach dem zweiten Weltkrieg, nagelte Aapi Äkäslompolo ein Schild an seine Tür, auf dem zu lesen war „Hotel Humina”.

In der Geschichte des Hotels Humina gab es einen schicksalhaften Augenblick, als T.I. Sorjanen, der damalige Geschäftsführer von Suomen Latu, dem Zentralverband für Freiluftaktivitäten und Erholung, bemerkte, dass Aapi ein Stallgebäude auf seinem Hof errichten wollte. Er sagte „Aapi, du wirst doch hier keinen Stall bauen. Ein Hotel solltest du bauen, das ist zeitgemäß”. Humina wurde das erste Hotel in der Gegend am Ylläs-Fjäll, auch im größeren Umkreis immer noch einzigartig.


Hinter den sieben Bergen

Die Straße am Ufer des Äkäslompolo-Sees wurde erst Jahre nach dem Hotel angelegt; dafür kamen die Urlauber auch ohne Auto hierher. Im Winter auf Skiern, im Sommer zahlte sich die kleine Wanderung aus, wenn man dabei die Wildnis in ihrer ganzen Schönheit betrachtete. Bei Bedarf konnten auch Pferde und Rentiere angespannt werden, selbst ein Boot brachte den Besucher ans Ziel. Die älteren Leute hier und die Aufzeichnungen im Hoteltagebuch erinnern auch an ein paar Tollkühne, die über die Gipfel des Fjälls von oben durch das Wolkenmeer anreisten – mit einem Sportflugzeug.

Unter den Gästen findet sich eine Reihe interessanter Personen. Die durch ihre Lieder bekannten, zu Legenden gewordenen finnischen Künstler Tapio Rautavaara und Reino Helismaa verbrachten bereits vor Jahrzehnten Zeit in Humina, um Urlaub zu machen und Inspirationen zu erhalten. Als Vertreterin einer anderen Zeit und Welt genoss die Schauspielerin und Oskarpreisträgerin Emma Thompson die Ruhe des Ortes.

Noora-Elina Qvist und Emma Thompson


Ort mit Familientradition

Humina erhielt dann einen neuen, seine Lage beschreibenden Namen: Ylläshumina. Aus dem kleinen Hotel ist ein Urlaubsort mit vielfältigen Angeboten geworden. In vielen Lösungen sind sowohl Anforderungen der heutigen Zeit berücksichtigt worden wie auch Respekt für die Vergangenheit sichtbar. Vieles ist aus Aapis Zeit erhalten – neben der einzigartigen Landschaft und der Ruhe der Natur.

Kein Wunder, dass die Traditionen von Aapi Äkäslompolo gepflegt werden und die ursprüngliche Ruhe erhalten bleibt. Wird das Hotel doch nun von Aapis Nachkommen geführt, von seiner Nichte Meeri und ihrem Mann Toivo Qvist. Auch ihr Sohn Tomas steigt in das Geschäft mit ein.

Für die Qvists ist jeder Gast nach lappländischem Brauch ein Freund, dem der bestmögliche Schlafplatz bereitet wird. In ihrer Obhut ist Ylläshumina nun bereits seit 25 Jahren. Aber auch die Anderen in Ylläshumina – von den Guides bis zum Küchenpersonal – tragen engagiert und professionell dazu bei, dass aus dem Urlaub ein unvergessliches Erlebnis wird.